Das Bauingenieurwesen
Wie würde die Welt eigentlich ohne Ingenieure und im speziellen ohne den Bauingenieur aussehen? Diese Frage kann eigentlich gar nicht beantwortet werden, denn der Beruf des Bauingenieurs findet sich in allen Bereichen der Infrastruktur wieder. Nicht nur klassisch im Hoch- und Tiefbau werden die konstruktiven Fähigkeiten der Ingenieure des Bauingenieurwesen gefordert, auch bei der Planung und beim Bau von Straßen, von Versorgungsleitungen, Eisenbahnstrecken und Wasserstraßen kommt dieser Beruf zum Einsatz.
Für den künftigen Ingenieur im Bauingenieurwesen beginnt die berufliche Karriere natürlich mit einem Studium an einer Hochschule oder einer Fachhochschule. Am Anfang dieses schweren Studiums steht eine Grundlagenausbildung in Höherer Mathematik, Mechanik und Dynamik sowie eine erste Einführung in die Baustoffe des Bauwesens. Auch die Grundlagen in Vermessungskunde sowie in Baukonstruktionen sind Teil des Grundstudiums.
Mit den erlernten Grundlagen nach gut drei Semestern beginnt dann der Einstieg in die klassischen Fächer des Bauingenieurwesen. Neben Baustatik, Stahlbau und Massivbau steht auch Siedlungswasserwirtschaft, Verkehrswesen und Projektmanagement auf dem Stundenplan der künftigen Bauingenieure. In diesen Fächern kann gegen Ende des Studiums auch die Vertiefung erfolgen, was sich natürlich unmittelbar auf die spätere berufliche Laufbahn auswirkt.
Während diese Vertiefung im früheren Diplomstudiengang an den Hochschulen noch jeder Bauingenieur leisten musste, erfolgt die Vertiefung seit der Einführung der neuen Abschlüsse Bachelor und Master erst im Masterstudiengang.
Wie schon erwähnt wurde, im Bauingenieurwesen ist der Tätigkeitsbereich breit gefächert. Ob nun ein absoluter Experte in der noch jungen Bauinformatik oder als klassischer konstruktiver Ingenieur, der Bauingenieur von heute besitzt nach seiner Ausbildung neben einer breiten Grundlagenkenntnis auch immer ein spezialisiertes Fachgebiet.
Der Einsatzort des Ingenieurs ist dabei auch sehr unterschiedlich. Während viele Bauingenieure natürlich auf der Baustelle als aktive Bauleitung zu finden sind, kann der Arbeitsplatz auch in einem Planungsbüro an Schreibtisch und Computer liegen. Oder aber der berufliche Weg führt geradewegs in die Verwaltung von Kommunen, des Bundeslandes oder auch des Bundes, beispielsweise im örtlichen Bauamt oder im Ministerium für Verkehr.
Nicht selten führt die Arbeit den Bauingenieur aber auch in ferne Länder. Ob bei Großprojekten im Hochbau an der neuen Skyline in Dubai oder aber als beratender Ingenieur beim Aufbau von Infrastruktur in der dritten Welt, der Bauingenieur wird überall gebraucht und dementsprechend hoch geschätzt.
Bauingenieure können im Bereich des Bauwesens ein umfangreiches Gebiet abdecken. Sei es die Anbringung von Grohe Badarmaturen bis hin zur Planung eines Wolkenkratzerbaus. Natürlich gibt es auch hier verschiedene Spezialgebiete. Deshalb ist es auch hier meist empfehlenswert als angehender Bauingenieur sein ganz spezielles Fachgebiet zu finden und sich auf dieses zu spezialisieren.
Als ausgelernter Baueingenieur muss man ein besonderes Feingefühl für die Planung und Durchführung der jeweiligen Bauarbeiten haben. Ob man nun ein Gebäude baut oder Herzbach Armaturen in einer Küche anbringt, wenn die Planung hier nicht stimmt kann es im Nachhinein fatale folgen haben. Daher wird beim entsprechenden Studium auch sehr viel Wert aufs Detail gelegt.
Als angehender Bauingenieur wird man während der Studienzeit in möglichst viele unterschiedliche Teilbereiche des Berufes eingewiesen. So sollte man als Absolvent des Bauingenieurwesens wissen was ein Rohrdruckmittler ist oder wie der Bauplan eines Hochhauses zu lesen ist. Während des Studiengangs ist es natürlich möglich Nebenkurse zu besuchen um seine Fähigkeit in bestimmten Bereichen zu vertiefen.
Wer sich für die berufliche Laufbahn eines Bauingenieurs entscheidet, hat in der Regel auch schon Erfahrung mit der Planung und Durchführung kleinerer Projekte. So hat sich vielleicht ein begehbarer Kleiderschrank zum Ausbau angeboten oder es wurden benötigte Möbelstücke selbst angefertigt. Dies sind natürlich keine Vergleiche zu den großen Projekten von Bauingenieuren, aber schließlich hat jeder mal klein angefangen.
Das Bauingenieurswesen zeichnet sich durch einen Facettenreichtum sondergleichen aus. Dennoch ist es zugleich auch die Komplexität sowie die zum Teil sehr ausgeprägten Schwierigkeitsgrade, die es Studenten in spe oftmals schwer machen, einen entsprechenden Studienplatz zu bekomen. Wer also im Stahlhochbau hoch hinaus will, sollte Leistungsbereitschaft, Einsatzfreude und Durchsetzungsvermögen mitbringen. Denn nur auf diese Weise ist - wie in vielen anderen Berufsbereichen - eine erfolgversprechende Karriere zu erwarten.
Die Planung sowie der Bau von Schwimmbädern, Autohäusern, Industrieanlagen und so weiter ist freilich ohne fundiertes Fachwissen aus dem Bereich Bauingenieurwesen gar nicht zu realisieren. Zu viele Dinge gilt es diesbezüglich zu berücksichtigen, eine Vielzahl unterschiedlicher Details müssen beachtet werden. Wenn es also um den Stahlbau Hallenbau geht, ist in jedem Fall Expertenwissen gefragt. Aber wenn man dann ein Unternehmen gefunden hat, dass Know-how, Erfahrung und kreative Ideen auf stilvolle Weise miteinander zu vereinen in der Lage ist, kann man sicher sein, den richtigen Partner gefunden zu haben.
Ein Studium im Bereich Bauingenieurswesen ist freilich nicht jedermanns Sache. Wer sich jedoch für technische Dinge in Verbindung mit ein wenig Mathematik, Physik und Chemie interessiert, ist in diesem Genre genau richtig. Und so sind in Sachen Maschinenbau Konstruktion auch in Zukunft noch Experten gefragt, die es buchstäblich drauf haben. Mit Engagement, Energie und dem Blick für das Wesentliche lassen sich heute in der Tat die unterschiedlichsten Ziele realisieren.